Forschung » Invasive Aspergillose

Aspergillus fumigatus ist ein ubiquitär vorkommender Pilz, dessen Sporen über die Luft übertragen und daher oft inhaliert werden. Menschen mit eingeschränkter Funktionalität des Immunsystem, z.B. durch hämatologische maligne Tumore oder nach einer Knochenmarkstransplantation, sind dem erhöhten Risiko einer schweren, invasiven A. fumigatus Infektion, der invasiven Aspergillose (IA), ausgesetzt. IA ist eine in Europa nur selten vorkommende Krankheit; fehlt jedoch eine zeitige und effiziente Therapie führt IA zu hohen Erkrankungs- und Todesraten (bis zu 80% in bestimmten Patientengruppen). Eines unserer Forschungsziele ist es daher, die dynamischen Vorgänge der Immunzellantwort in vivo bei einer solchen Infektion zu verstehen und zu charakterisieren. Durch diese Forschung erhalten wir Aufschlüsse über das Zusammenspiel des phagozytischen Netzwerks innerhalb der Lunge und über den Verlauf der Krankheit, was zur Entwicklung neuer diagnostischer Wege der nicht-invasiven Detektion dieser lebensbedrohlichen Mykose beitragen soll. Des Weiteren können dadurch neue therapeutische Möglichkeiten entstehen, die in der Lage sind die existierenden Antimykotika und ihre schweren Nebenwirkungen zu ersetzen. Mit diesem Ziel planen wir die Durchführung einer klinischen Studien, die auf den Ergebnissen des MATHIAS Konsortiums beruhen.
  • Wissenschaftler: Dr. Mike Hasenberg, Dr. Juliane Weski, Kathrin Buffen, Sophie Henneberg, Franziska Neumann